Der Kindergeburtstag am Flughafen

Kindergeburtstag am Flughafen? Am echten?! Unser 5jähriger Sohn ist fast bist zur Decke gesprungen, als wir gesagt haben, dass wir ihm eine Kinderführung durch den Flughafen KölnBonn schenken. Er ist ein großer Fan von Flugzeugen. Mit 5 Monaten ist er zum ersten Mal geflogen, seitdem fliegen wir zwei Mal im Jahr, um unsere Familien im Ausland zu besuchen. Sogar der 12-stündige Flug nach Thailand war für ihn ein tolles Abenteuer. Auf die Frage einer Erzieherin, was das Beste an unserer Reise war, antwortete er: „Das Essen im Flugzeug!“ Dass er vor Freude über unser Geschenk ausflippen wird, wussten wir. Ob alles reibungslos klapp, da waren wir gespannt…

Kinderführung am Flughafen

Kindergeburtstag am Flughafen: Beutel mit GeschenkenWir sind 10 Kinder und 6 Erwachsene. Am Treffpunkt holt uns eine Mitarbeiterin ab. Jeder bekommt einen Namensschild mit der Aufschrift „Besucher“. Das Geburtstagskind bekommt einen Beutel mit Geschenken. Los geht es!

Als Erstes müssen wir die Sicherheitskontrolle passieren. Wir haben unsere Daten im Voraus geschickt, jetzt geht alles schnell. Wir dürfen durch den Mitarbeiter-Schalter gehen. Für die Kinder ist der Gang durch den Metalldetektor das erste Abenteuer. Dann steigen wir in den Bus ein, der extra für uns reserviert ist. Ab auf das Flughafengelände! Dort sehen wir eine Frachtmaschine aus Ägypten. „Sie bringt uns Bananen und anderes Obst. Die Piloten kaufen hier immer Schokolade ein“, erzählt unsere Gruppenleiterin.

Kindergeburtstag am FlughafenDanach sehen wir, wie Koffer in ein Passagierflugzeug geladen werden. Die Mitarbeiter klettern in den Flugzeugbauch rein, gebückt verladen sie die Koffer. „Das ist der einzige Job, den die Frauen nicht machen dürfen“, sagt die Gruppenführerin. Trotz  ihrer anstrengender Arbeit winken die Mitarbeiter uns. Generell winken uns an dem Tag alle Mitarbeiter zurück: Piloten, Fahrer, Sicherheitsleute. So freundlich und stressfrei erlebt man den Flughafen als fliegender Gast selten.

Kindergeburtstag am Flughafen: Das Highlight

Dann fragt die Gruppenleiterin, ob unser Sohn ein Flugzeug vor dem Start mitschieben möchte. Und ob er das möchte! Davon hätte er nicht mal zu träumen gewagt! Er bekommt eine orangefarbige Weste und darf über die rote Linie gehen, rein in das Auto, das die vorderen Reifen des Flugzeugs „hält“. Der Fahrer lässt die Reifen frei, kommt raus und macht die Lenksperre und die Sprechverbindung ab. Für einen kurzen Moment sitzt unser seit ein paar Tagen 5-jähriger Sohn alleine im Wagen – tierischer Lärm, Riesending vor der Scheibe, keine Mama oder Papa da. Das schein ihn nicht zu stören! Wenn die „Operation“ beendet und das Flugzeug startklar ist, fährt das Auto weg, unser Sohn steigt aus, läuft auf unseren Bus zu. Die Weste flattern im Wind wie der Umhang des Superhelden. Sein Gesicht strahlt mehr als die Sonne.

Kindergeburtstag am Flughafen

 

Danach fahren wir zur Feuerwehr. „Sie ist nicht nur zum Löschen des Feuers da“, erzählt unsere Gruppenführerin. „Sondern hilft auch bei einer Geburt oder Mäusefangen am Flughafen mit“.

Dann dürfen wir neben einem Hubschrauber-Parkplatz aussteigen. „Aber wenn ein Hubschrauber angeflogen kommt, müssen wir sofort zurück in den Bus!“ Auf der Wiese steht ein älteres Flugzeug. Die Kinder dürfen seine Räder anfassen und auf dem Gehäuse klopfen. Sie geben ihr bestes und ich wundere mich, warum die alte Maschine noch kein Wrack ist…

Kindergeburtstag am Flughafen: Unser Fazit

Zuhause sagt unser 5-Jähriger: „Das war der beste Geburtstag auf der Welt!“ Am Ende des Tages gibt es dann doch Tränen. „Ich werde nie, nie mehr im Leben so einen tollen Geburtstag haben!“ sagt er vor dem Einschlafen. 

Das Beste für mich als Mama? Nach so einer Geburtstagsparty muss ich nichts aufräumen, spülen und putzen und kann mich aufs Koffer packen konzentrieren. Denn am nächsten Tag geht es schon wieder zum Flughafen. Diesmal sind wir keine Besucher, sondern Fluggäste. Ab in die Ferien!

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