Corona-Chronik (2): Überforderung

Eine Woche später. Die anfängliche Euphorie wegen der spontan entstandenen Freiräume und mehr Familienzeit ist (fast) verflogen. Der Homeoffice mit zwei Kindern ist anstrengend. Es geht nur, wenn man in Randzeiten arbeitet: vor 8 Uhr morgens oder nach 8 Uhr abends, wenn die Kinder schlaffen. Oder wenn Mann und Frau abwechselnd arbeiten und Kinder betreuen. Was bedeutet, dass man als ganze Familie praktisch nie zusammen ist.

 

„Corona-Chronik (2): Überforderung“ weiterlesen

Unser Multikulti-Weihnachtsrückblick

Die Weihnachtszeit ist um. Das erste Mal haben wir mit zwei Kindern gefeiert.  In zwei Ländern: Deutschland und Belarus.  Alles gab es doppelt: Bescherung, Tannenbaum und Festessen. Die Geschenke haben Nikolaus in Bonn und sein weißrussischer Kollege Väterchen Frost in Minsk gebracht. Ganz nach dem Lieblings-Motto des Ältesten: Warum „entweder … oder“, wenn man beides haben kann.

„Unser Multikulti-Weihnachtsrückblick“ weiterlesen

Zurück in die eigene Kindheit

Ein Besuch bei meinen Eltern ist wie eine Reise in die eigene Kindheit. Der Kindergarten, in den ich als Kind gegangen bin, ist immer noch in Betrieb. Doch  seine besten Zeiten sind vorbei. Der Lack an den Turnstangen draußen ist abgeplatzt. Das Geld für neue Spielutensilien fehlt. Not macht erfinderisch. Die alten Plastikflaschen werden zu Palmen und Baumstumpfe zu lustigen Ameisen verarbeitet. Ein Schneemann begrüßt die Kinder direkt hinter dem Eingangstor. Man spürt, dass die Kleinen hier liebevoll empfangen werden, auch wenn die zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt sind. Ein Platz im Kindergarten kostet für die Eltern umgerechnet 11 Euro im Monat. Gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass der Monatslohn in der Regel bei 200 Euro liegt; viele haben keine Arbeit. Die Kita hat von 7:00 bis 17:30 Uhr auf. Drei warme Malzeiten pro Tag sind inklusive. Am Ende des Monats, wenn das Einkommen aufgebraucht ist, sind das für einige Kinder die einzigen Mahlzeiten. „Zurück in die eigene Kindheit“ weiterlesen