Reisen mit Kindern: schön oder schrecklich

Reisen mit Kindern ist ganz schön schrecklich. Wenn das Baby kurz vor dem Flugstart in die Hose macht. Wenn das Kleinkind beim verspäteten Abflug nörgelt. Entspannt die Zeitung lesen oder einen Film auf dem Tablett schauen? Vergiss es! Heute ist die Hochkonzentration angesagt. Im Unterschied zu früher höre ich den Flugbegleiterinnen genau zu, während sie die Sicherheitsbestimmungen runterplappern. Die Sauerstoffmaske erst sich selbst aufsetzen, dann den Kindern. Hm… Welchem von den beiden zuerst? Oder lieber dem Ehemann, damit er mithelfen kann?

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Unser Multikulti-Weihnachtsrückblick

Die Weihnachtszeit ist um. Das erste Mal haben wir mit zwei Kindern gefeiert.  In zwei Ländern: Deutschland und Belarus.  Alles gab es doppelt: Bescherung, Tannenbaum und Festessen. Die Geschenke haben Nikolaus in Bonn und sein weißrussischer Kollege Väterchen Frost in Minsk gebracht. Ganz nach dem Lieblings-Motto des Ältesten: Warum „entweder … oder“, wenn man beides haben kann.

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Zurück in die eigene Kindheit

Ein Besuch bei meinen Eltern ist wie eine Reise in die eigene Kindheit. Der Kindergarten, in den ich als Kind gegangen bin, ist immer noch in Betrieb. Doch  seine besten Zeiten sind vorbei. Der Lack an den Turnstangen draußen ist abgeplatzt. Das Geld für neue Spielutensilien fehlt. Not macht erfinderisch. Die alten Plastikflaschen werden zu Palmen und Baumstumpfe zu lustigen Ameisen verarbeitet. Ein Schneemann begrüßt die Kinder direkt hinter dem Eingangstor. Man spürt, dass die Kleinen hier liebevoll empfangen werden, auch wenn die zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt sind. Ein Platz im Kindergarten kostet für die Eltern umgerechnet 11 Euro im Monat. Gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass der Monatslohn in der Regel bei 200 Euro liegt; viele haben keine Arbeit. Die Kita hat von 7:00 bis 17:30 Uhr auf. Drei warme Malzeiten pro Tag sind inklusive. Am Ende des Monats, wenn das Einkommen aufgebraucht ist, sind das für einige Kinder die einzigen Mahlzeiten. „Zurück in die eigene Kindheit“ weiterlesen

Wie riecht Weihnachten

„Zuhause ist dort, wo es nach Glück riecht“, sagt mein Schwiegervater. Sein Besuch bei uns geht zu Ende, in ein paar Stunden fliegt er zurück nach Minsk. Bei uns riecht es momentan nach Vanille und Zimt. Die Weihnachtszeit ist wie dafür geschaffen, um mit den Kindern zusammen zu backen. Wenn draußen grau und ungemütlich ist, heißt es: „Alexa, spiel in der Weihnachtsbäckerei!“ Mehl und Zucker raus, Papas Kochschürze an.

Mit dem Backen kann man die Zeit, bis Papa vom Flughafen zurückkommt, am besten überbrücken. Das hilft auch, den Schmerz von der Trennung mit Oma und Opa zu überwinden. Und weckt die Vorfreude auf das baldige Wiedersehen in Belarus. Wenn die Schwiegereltern heute zuhause in Minsk ankommen, riecht es dort nach den frisch zubereiteten Reibekuchen von der Oma. Unser Zuhause ist jetzt hier in Deutschland. Und es riecht nach Vanille und Zimt.

Wie meine Kinder mir Weihnachten (bei)gebracht haben

Als Studentin fand ich Weihnachten in Deutschland komisch. Die Zeit davor war toll. Der Duft von gebrannten Mandeln, die Weihnachtslieder an jeder Straßenecke, Rabatte und Geschenke in den Geschäften…
Doch dieses schöne Vorspiel endete abrupt. Auf einmal wurde es ganz still. Die Straßen waren wie leergefegt. Es fuhren keine Busse mehr. Die Läden waren zu, genauso wie die Gardinen in den meisten Fenstern. Was sich hinter den Vorhängen in den deutschen Familien abspielte, blieb für mich ein Rätsel. „Wie meine Kinder mir Weihnachten (bei)gebracht haben“ weiterlesen